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Der Dachshund oder umgangsprachlich Dackel ist ein Hund mit kurzen Läufen, einem kraftvollem Körperbau und mit einem schönen kräftigen Kopf. Die Geschichte des Dackels zieht sich vom Mittelalter bis zum heutigen Tag. Vom Dachshund im heutigen Sinn kann aber erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesprochen werden. Zu dieser Zeit begann die gezielte Dachshundezucht mit der Entstehung der einzelnen Rassezuchtvereine. Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann man den Dachshund fast als Universalhund betrachten. Als Familienhund passt er sich wunderbar ins Familienleben ein, als eifriger Jagdgefährte ist er ein ausdauernder Begleiter bei Pirschgängen und als Wachhund beschützt er das Haus und die Seinen. Mit Problemen bei der Unterbringung im Auto dürfte doch wohl eher nicht zu rechnen sein. Ein Dackel gräbt hin und wieder auch den Garten um und gehorcht auch - vielleicht nicht immer! 
Ob Dachshund, Dackel oder Teckel - gemeint ist immer der gleiche sympathische, kleine Hund. Er ist ein Jagdhund (Erdhund) und hat daher vielleicht mehr Eigenwillen und Charakter als andere Rassen. Darum muß er auch dementsprechend erzogen werden. Liebe und Strenge sind daher auch die Haupterziehungsmittel. Nie darf der Hund ernsthaft geschlagen werden - er könnte für sein ganzes Leben verdorben sein. Auch wenn er anfangs nur langsam folgt, sollte man ihn überschwenglich loben, um so lieber kommt er in Zukunft. Wenn er aber gestraft werden muß - dann genügt ein scharfes Schimpfen. Der Junghund braucht Zeit, um sich von seiner bisherigen Umgebung, seinen Geschwistern und Spielgefährten zu lösen und sich seiner neuen Heimat anzupassen und einzugewöhnen.
»Krummbeinig, aber hochintelligent - wie unsere Renneberg-Sippe«, so präsentierte  
uns mein Vater selbstironisch-stolz unseren Familienhund, einen Dackel. Soweit ich  
mich erinnere, war ich in der Kindheit stets von Dackeln umgeben. Noch heute liebe  
ich ihre verschmitzte Art und bewundere ihren Mut, in aktive Fuchsbaue  
reinzukriechen - ihre Kurzbein-Anatomie und der gedrungene Körper machen es  
möglich. Doch wie hat man aus einem aufrechten Wolf nun Dackel oder andere  
Kurzbeiner gezüchtet?
Dackel, Bassets und andere Hunderassen sind durch die Veränderung ihres Erbguts  
zu den markanten Stummelbeinen gekommen. Im Fachjournal »Science« (DOI:  
10.1126/science. 1173275) berichten darüber Heidi Parker, Elaine Ostrander und  
ihre Kollegen vom amerikanischen National Institute of Health in Bethesda. Sie haben  
die Gene von 835 Hunden aus 76 verschiedenen Rassen untersucht, darunter von 19  
(inklusive dem Dackel), die sich durch kurze Beine auszeichnen. Letztere zeigten in  
einem bestimmten Genbereich auffallende Ähnlichkeiten. Sie betreffen ein Gen für  
den Wachstumsfaktor FGF4, das auch beim Menschen mit Kleinwüchsigkeit  
verbunden ist. Eine einzige Veränderung in diesem Gen führte zur Kurzbeinigkeit,  
erst danach teilten sich die Züchtungen z. B. in Dackel, Corgi oder Bassets auf.  
Besonders interessant ist, dass es sich beim FGF4-Gen um ein sogenanntes  
Retrogen handelt. Wie alle anderen Gene werden auch die Retrogene zunächst  
kopiert - das Verrückte aber ist, dass diese Kopien an ganz anderer Stelle im  
Erbmaterial eingefügt werden.
»Unsere Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass die Retrogene in der Evolution eine wichtigere Rolle einnehmen als bisher  
gedacht - besonders als Quelle großer Vielfalt innerhalb einer Spezies«, schreibt Heidi Parker. »Wir waren überrascht, dass ein einziges  
Retrogen, das zu irgendeinem Zeitpunkt der Evolution einer Spezies eingebaut wurde, eine solch dramatische physische Eigenschaft  
hervorbringen konnte, und diese auch noch über den Lauf der Zeit konserviert worden ist.« Alle Hunde gehören einer einzigen Art an - dennoch  
bilden sie heute, nach etlichen Neuzüchtungen durch den Menschen, die zahlreichsten und vielfältigsten Formen unter allen bekannten  
Säugetieren. Die Ursache dieser großen Plastizität ist umstritten. Die Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass schon ein kleine Ursache wie  
das Auftreten eines Retrogens zu einer bedeutenden Veränderung des Körperbaus geführt haben könnte. Auf ähnliche Weise hätten wohl auch  
bei anderen Tieren kleine Änderungen zu großen Evolutionssprüngen führen können, sozusagen eine evolutionäre Abkürzung. Für »meine«  
Chinesen gilt der Deutsche Schäferhund als Symbol für unseren Nationalcharakter. Mir als Hundefreund wäre, ehrlich gesagt, der Dackel als  
Nationalsymbol sympathischer. Er könnte als Wappentier der Welt die Deutschen eigentlich besser und freundlicher repräsentieren als der  
jetzige Raubvogel im Plenarsaal des Bundestages.
Der Grund? Das »Naturlexikon« (www.natur-lexikon.com) beschreibt das Wesen des Dackels so: »Bekannt ist der Dackel für seine  
Dickköpfigkeit und seinen Eigensinn. [?] Unter der Erde war und ist der Hund auf sich alleine gestellt und ohne seine Beharrlichkeit,  
Selbständigkeit und Furchtlosigkeit könnte er keinen Erfolg bei der Jagd haben. Diese bei der Jagd erwünschten Eigenschaften können den  
Umgang mit dem Hund manchmal etwas schwierig machen [...]. Er besticht auch mit seiner Intelligenz, seiner Lebendigkeit und seiner Neugier,  
man sagt ihm auch einen ?Sinn für Humor? nach.«
Der Teckel - Hot Dog auf vier Beinen
Dackel in Daten:
Widerristhöhe: 17 bis 25 cm
Gewicht:
Zwischen 3,5 kg (Kaninchenteckel) und 9 kg (Normalschlag). Abweichungen je nach Futterzufuhr möglich!
Fell: schmutzabweisend (daher sofageeignet)

Wappentier mit Retrogenen
Von Prof. Reinhard Renneberg, Hongkong